VIDEO RöKo 2026: Frank Wacker über die wachsende Bedeutung der IR

Leipzig -- Interventionelle Radiologie könnte in einem Gesundheitssystem unter finanziellem Druck zunehmend wichtiger werden, meint Professor Frank K. Wacker. Das und warum es Deutschland immer noch schwer fällt, minimalinvasive Eingriffe in den ambulanten Bereich zu verlagern, erläutert er in einem Videointerview beim RöKo 2026 in Leipzig.

Deutschlands Gesundheitsreformen erzeugen Druck im gesamten System, aber laut Professor Frank K. Wacker, Direktor der Radiologie an der Medizinischen Hochschule Hannover, Präsident der DeGIR und gewählter Präsident der DRG, schaffen sie auch Chancen für die interventionelle Radiologie.

Professor Frank K. Wacker, Direktor der Radiologie an der Medizinischen Hochschule Hannover, DeGIR-Präsident und gewählter DRG-Präsident, am DeGIR Campus beim 107. Deutschen Röntgenkongress in Leipzig.Professor Frank K. Wacker, Direktor der Radiologie an der Medizinischen Hochschule Hannover, DeGIR-Präsident und gewählter DRG-Präsident, am DeGIR Campus beim 107. Deutschen Röntgenkongress in Leipzig.Claudia TschabuschnigMinimalinvasive Verfahren könnten helfen, stationäre Aufenthalte zu verkürzen und Alternativen zu ressourcenintensiveren Eingriffen zu bieten. "Die IR führt täglich Eingriffe durch, die technisch gesehen ambulant oder mit nur einer Übernachtung machbar wären," sagte Wacker im Videointerview beim RöKo 2026 in Leipzig.

Das Problem ist strukturell. Deutsche Krankenhäuser sind oft noch unvorbereitet für ambulante IR-Workflows, wie sie etwa in den USA üblich sind, wo Wacker Fellowships in Baltimore und Cleveland absolvierte. 

Dort sind dedizierte Aufnahmezentren, Physician Assistants, Follow-up-Infrastruktur und Bereiche zur Übernachtung Standard, so Wacker. In Deutschland bleibe die IR an stationäre Strukturen gebunden, und damit tatsächlich und metaphorisch im Keller des Krankenhauses.

Das Interview fand am neu eröffneten DeGIR Campus statt, einem interaktiven Bereich, der junge Ärzt:innen sowie Studierende für die interventionelle Radiologie begeistern soll. Bereits mehr als 160 junge Mitglieder haben sich der Initiative "Young Interventional Radiology" angeschlossen, die Themen von Work-Life-Balance bis hin zu Schwangerschaft und Strahlenschutz in der IR behandelt.

Wacker, der auch Teil des KI-Forschungsnetzwerks CAIMed ist, sprach zudem darüber, wo KI in der IR heute schon einen echten Unterschied macht.

Unsere vollständige Berichterstattung vom RöKo 2026 finden Sie hier.

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